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10.08.2017
You can find me also…
http://fruityknitting.com/2017/08/08/nancy-marchant-brioc...;

 

and FRUITY KNITTING PODCAST

 

https://www.youtube.com/watch?v=yU4RTNysDt8

 

In den letzten Jahren hat sich viel getan..

U. a. hat sich mein Farbangebot erweitert und es befindet sich nun 342 Farben in meinem Atelier.

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Heute kann ich gar nicht mehr genau sagen, wann ich mit dem Stricken begonnen habe.

In unserer Familie wurde viel gestrickt und ich lernte die Grundformen von meiner Mutter. Es begann alles im Alter von 12 Jahren, als ich Mützen für einen Weihnachtsbasar gestrickt habe. Schon damals faszinierte mich das Stricken mit vielen Farben und ohne es zu wissen, strickte ich dann auch schon die ersten Fair-Isle-Muster. Während meiner Schulzeit war es uns Schülerinnen erlaubt, im Unterricht zu stricken. Die Lehrer schätzten es sehr, dass wir dabei ruhig und konzentriert waren und dem Unterricht folgen konnten.

Die meditative Ruhe, die vom Stricken ausgeht, schaffte mir immer einen Ausgleich zu dem späteren, beruflichen Alltag. Anfang der 1990er-Jahre wurde es im Allgemeinen um das Stricken ruhiger, viele Wollgeschäfte spürten diesen Rückgang und mussten schließen. Ich selbst strickte so gut wie gar nicht mehr.

Erst 1998/1999 fand ich während meiner Schwangerschaft und Elternzeit zum Stricken zurück. Irgendwann stellte ich dann fest, dass die Anregungen aus den deutschsprachigen Strickzeitungen für mich nicht mehr ausreichten und ich suchte im Internet unter „knitting“ nach englischsprachigen Büchern. Auf einmal taten sich ganz neue Welten auf und ich kaufte mir spontan (nur nach Titelbild) als erstes englischsprachiges Buch „The Celtic Collection “ von Alice Starmore. Hier wurden hauptsächlich die Garne von ROWAN berücksichtigt.

Der erste Besuch bei „Wolle und Design“ (Mai 2005) in Jülich war für mich ein tolles Erlebnis. Endlich ein Angebot für Viel-Farben-Strickerinnen, das ich in den herkömmlichen Strickgeschäften so nicht vorfand.

Im September 2005 besuchte ich dort zum ersten Mal den "Tag der offenen Tür“. Später stellte sich für mich als absoluter Glücksfall heraus, dass ich dort meine Strickfreundinnen Marlies und Steffi kennenlernte. Besonders von Marlies bekam ich viele Anregungen und Tipps. Heute verbindet uns eine intensive Freundschaft und dem Zufall sei Dank, dass ich sie dort getroffen habe.

Seit ein paar Jahren stricke ich u. a. große Dreieckstücher und ich mag es sehr, die Muster auf eine große Fläche umzusetzen. Inspirationen finde ich überall. Manche Muster stammen entweder aus einem alten, anatolischen Strickbuch, einige aus einem keltischen Strickbuch oder auch die traditionellen Muster aus dem Baltikum werden von mir aufgegriffen.

In den letzten Jahren habe ich viele Garn- und Wollquellen für mich entdeckt. Die Farbvielfalt ist sehr umfangreich geworden. Nun kann ich die Farbverläufe immer besser und feiner abstimmen. Marlies nennt dies immer „Baden in Wolle“ und irgendwie trifft dieses Sinnbild die kreative Umsetzung der Farbverläufe recht gut.

Seit 2012 biete ich Workshops an und zeige mit viel Freude, wie man ein Dreieckstuch plant und strickt. Natürlich kann auch jedes andere Viel-Farben-Projekt geplant werden. Es gibt mehr als 240 verschiedene Farben in meinem Atelier. Mir ist es eine Herzenssache jedem Strickinteressierten zu zeigen, wie einfach es sein kann, mit vielen Farben zu stricken.

 

Bärbel Salet im Dezember 2013